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Tief berührt von 200 Frauen

Ich komme gerade von der Ausstellung „200 Frauen – Was uns bewegt“, die bis heute in der TU München stattgefunden hat. Noch immer bin ich tief bewegt. In mir mischen sich Gefühle von tiefer Betroffenheit, Trauer, Fassungslosigkeit und gleichzeitig  unglaublicher Bewunderung, großer Hoffnung und Mut.

 

„Man kann Frauen nur stärken, wenn man sich ihre Geschichte erzählen lässt“. Dieses Zitat von Gloria Steinem beschreibt die Grundidee der Ausstellung sehr trefflich.
Es wurden 200 unterschiedlichste Frauen aus aller Welt porträtiert. Ihnen wurden dabei 5 Fragen gestellt:

 

         Was ist Ihnen wirklich wichtig?

         Was macht sie glücklich?

         Was empfinden Sie als tiefstes Leid?

         Was würden Sie in der Welt verändern, wenn Sie könnten?

 

         Wählen Sie ein Wort, das Sie beschreibt.

 

In Groß- Portraits  und Kurz-Filmen werden die Frauen und ihre Geschichte dargestellt.


All Ihre Geschichten zeigten mir die Situation der Frauen auf dieser Welt. Sie zeigten mir, dass in jeder Frau dieselbe Sehnsucht wohnt, egal, welche Geschichte sie erlebt haben. Ich fühle mich so sehr verbunden mit jeder einzelnen dieser tollen Frauen. Und sie wecken in mir noch mehr den Wunsch, meine eigene Weiblichkeit zu leben und andere Frauen auf Ihrem Weg dorthin zu begleiten.


Was ist gesehen und wahrgenommen habe, ist eine enorme weibliche Stärke.
Mich berührt der Mut mit dem diese Frauen für Ihre Werte einstehen. Mich berührt die Tiefe, die in ihren Augen sichtbar war. Mich berührt ihre Schönheit – innen und außen, ihre Einzigartigkeit und Vielfältigkeit. Mich berühren ihre Botschaften von Frieden, Authentizität, Selbstliebe, Miteinander und Gleichberechtigung. Mich berührt, dass wie sehr sie zu ihrer Wahrheit stehen.


Es lässt in mir große Hoffnung entstehen, dass „das Gute“ viel Größer ist als wir glauben. Denn die Medien und der Blick in die Welt mögen uns manchmal das Gegenteil vermitteln. Erst neulich habe ich mit einem Freund über dieses Thema gesprochen. Er sieht v.a. dieses große Leid und all die Zerstörung, die wir Menschen uns und der Welt antun. Das macht ihn pessimistisch, dass wir diese Welt „retten“ können. Ich bemerke jedoch immer mehr, wie viele Menschen um mich bewusster werden und für ihre hohen Werte einstehen. Ich stelle fest, dass immer mehr Menschen aufstehen und ihre Wahrheit mit dem Herzen leben. Diese Menschen sind oft nicht laut, wie „die Anderen“ es sind – sie sind leise – aber sie werden immer mehr.

Diese Ausstellung heute hat mich hierin bestätigt.


Das Beste, was wir selbst täglich dazu beitragen können, um Frieden, Liebe und Gerechtigkeit in die Welt zu bringen. Ist, es selbst zu leben.


Das erfordert jedoch gerade in unserer Gesellschaft Mut – Mut zu sich zu stehen und die eigene Wahrheit  zu leben. Meiner Meinung nach ist Selbstliebe der Schlüssel dazu. Mein größtes Ansinnen ist es, Frauen hierin zu unterstützen, sich selbst in all ihrer Schönheit und Stärke anzuerkennen, damit sie diese in die Welt tragen und sie verändern. Ich möchte jede Frau ermutigen, ihre eigene Tiefe, Ihre Anteilnahme an der Welt, ihre Gefühle, Ihre Werte und Wünsche als ihr wertvollstes Gut zu erkennen und dieses in die Welt zu bringen.
Welche unglaubliche Energie und welches  Veränderungs-Potenzial dadurch entsteht, habe ich heute durch diese Ausstellung spüren dürfen.


So wünsche ich auch dir: mögest du erblühen und erstrahlen, als die wundervolle Frau, die du bist.

 

 

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