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Schäfchenzählen

Schlafen ist doch etwas Schönes. Eingekuschelt in weiche Decken und bequem alle Viere von uns gestreckt liegen wir da und schlummern im Traumland. Doch nehmen Schlafstörungen in Deutschland vehement zu. Und dies wirkt sich nicht nur auf unsere Leistungsfähigkeit und unsere Stimmung aus.

 

Wie erholsam ist dein Schlaf? Fühlst du dich morgens fit und vital oder quälst du dich täglich aus dem Bett? Kannst du nachts durchschlafen oder wachst du öfter auf und liegst wach?

 

Der Schlaf ist für unseren Körper unglaublich wichtig. Hierbei verarbeiten wir die Erlebnisse des Tages und machen den Kopf wieder frei für neuen Input. Gleichzeitig wird unser gesamtes System gewartet. Entgiftungsprozesse sorgen für den Abtransport schädlicher Substanzen und auch das Immunsystem wird überholt. Zellen werden repariert und sorgen für ein strahlendes Aussehen am nächsten Morgen. Somit gibt es den Schönheitsschlaf wirklich.

 

Generell brauchen wir 7-8 Stunden Schlaf. Schlafforscher haben herausgefunden, dass Frauen mehr Schlaf benötigen als Männer. Eine mögliche Ursache ist, dass wir tagsüber komplexer denken. Doch trotz dessen, dass wir mehr nächtliche Erholung brauchen, schlafen wir weniger als Männer. 

 

Schlafmangel wirkt sich negativ auf das gesamte Hormonsystem aus. Denn auch das Hormonsystem wird während des Schlafs gewartet und in Einklang gebracht. Dabei sind alle unterschiedlichen Hormonsysteme angesprochen. Das hat zur Folge, dass wir mehr Hunger haben – vor allem Heißhunger, unsere Stimmung eher gedrückt ist und wir weniger Lust auf Sex & Zweisamkeit haben. Stresshormone werden weniger abgebaut und wirken störend auf unser weibliches Sexualhormonsystem. Das fördert PMS, Schmerzen bei der Periode und auch die Fruchtbarkeit. Also höchste Zeit, sich um den eigenen Schlaf zu kümmern!


Wie lange schläfst du durchschnittlich? Welche Schlafdauer ist für dich passend, so dass du morgens fit bist? Welche Faktoren beeinflussen deine Schlafqualität? 

 

Die Schlafqualität lässt sich auf vielfältige Weise selbst beeinflussen und verbessern. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. 

  • Abendliche Rituale

Besonders die letzten 30 Minuten vor dem Zu-Bett-Gehen sind wertvoll für einen erholsamen Schlaf. Sorge dafür, dass das Licht gedämmt ist, du alle Informationsquellen, wie Handy Fernseher o.ä. ausschaltest und für dich einen Tagesabschluss findest. Hierbei hilft es, immer demselben Ablauf zu folgen. Vielleicht möchtest du den Tag mit einem Tagebuch Revue passieren lassen, schöne sanfte Musik auflegen oder eine warme Tasse Tee trinken?

  • Wertvolle Stunden vor Mitternacht

Der Schlaf vor Mitternacht gilt nach wie vor als erholsamster Schlaf. Denn hier ist unser Schlafhormon Melatonin besonders aktiv. Dieses setzt die Regenerationsprozesse in Gang. Versuche so viel Zeit wie möglich davon zu erhaschen. Hilfreich sind auch feste Schlafzeiten.

  • Leichtes Abendessen

Fettreiches Fast-Food, zuckerhaltige Lebensmittel, Alkohol und Koffein sind die stärksten kulinarischen Schlafräuber. Selbst wenn wir diese tagsüber zu uns nehmen, haben Sie einen Einfluss auf unsere Schlafqualität, in dem sie die Produktion unseres Schlafhormons Melatonin stören. Als ein gutes Schlummermenü bieten sich hingegen gekochte Gemüsegerichte wie Suppen, Eintöpfe oder Gemüsepfannen an. Gerne in Verbindung mit komplexen Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten. 

  • Ideale Schlafumgebung

Sorge dafür, dass dein Schlafplatz möglichst still und dunkel ist. Bereite dir deine Höhle vor, in dem du gut lüftest um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen. Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Am idealsten sind Temperaturen zwischen 16-18 °C. Eine gute Einschlafhilfe sind auch ätherische Öle. Hierbei hat sich der Klassiker mit ein paar Tropfen Lavendel auf dem Kopfkissen bewährt.

 

Nimm deinen Schlaf nun selbst in die Hand, so dass du ab jetzt morgens wieder fit und voller Tatendrang bist. 

 

Alles Liebe
Sandra

 

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